Linkfarm

Man legt 100 Domains an, beispielsweise “versicherung00.de” bis “versicherung99.de”. (Die Domainnamen sind erfunden und dienen nur der Illustration.) Die Webseiten dieser Domains verlinken sich gegenseitig. Außerdem enthält jede Webseite einen Link auf die “Hauptdomain(s)”, beispielsweise “versicherung.de”. Da die “versicherungXX.de-Seiten” durch die gegenseitige Verlinkung einen hohen PageRank bekommen und auf “versicherung.de” linken, bekommt letztere ebenfalls einen hohen PageRank.

Solche Linkfarmen sind manuell sehr einfach und automatisch mit Hilfe von Mustererkennungs-Algorithmen relativ einfach zu entdecken, da die Seiteninhalte von “versicherung00-99.de” automatisch generiert wurden. Darum ist der Erfolg normalerweise nur von sehr kurzer Dauer.

Keyword Spam

Keyword-Spamming bezeichnet das Überladen einer Seite mit potentiellen Suchbegriffen. Dabei stehen viele verschiedene Wörter zusammenhangslos hintereinander. Häufig werden sie mit display: none; oder ähnlichen “Tricks” versteckt, sodass nur Suchmaschinen und Benutzer von nicht CSS fähigen Browsern die Wörter lesen können.

Google Bombing

Bekannt wurde die Technik des Google Bombing dadurch, dass man Google mit ihr unter bestimmten Suchbegriffen Webseiten untergeschoben hat. Wenn man Beispielsweise in Google den Suchbegriff “Waschlappen” eingab erhielt man lange Zeit als eines der ersten Ergebnisse eine Website von “Christoph Blocher” vom Schweizerischen Bundesrat. Diese Website hatt keinerlei Inhalte die eine Top Platzierung beim Keyword “Waschlappen” rechtfertigt und die Platzierung wurde ausnahmslos über Google Bombing realisiert.

Hinter Google Bombing stehen große Mengen an Verlinkungen durch Textlinks mit einem Keyword. Bei unserem Beispiel “Waschlappen” haben wohl einige Webmaster damit Ihre Meinung über Herrn Blocher zum Ausdruck gebracht. Je nach Menge dieser Links ist es leicht Google eine Webseite “unterzuschieben”, die mit einem Thema nichts zu tun hat.

Verschiedene CSS Dateien für unterschiedliche Browser laden

Die folgenden Beispiele zeigen die Einbindung einer CSS-Datei für alle Browser, einer CSS-Datei nur für moderne Browser mit Ausnahme des Internet Explorer (auch der Version 7) und nachfolgend einige über conditional comments eingebundene CSS-Dateien:

<!DOCTYPE HTML PUBLIC “-//W3C//DTD HTML 4.01//EN”
“http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd”>
<html>
<head>
<title>CSS-basiertes Layout</title>
<link rel=”stylesheet” type=”text/css” href=”basis.css”>

<style type=”text/css”>@import url(modern_ohne_ie.css) all;</style>

<!–[if IE]>
<style type=”text/css”>@import url(ie.css);</style>
<![endif]–>

<!–[if IE 6]>
<style type=”text/css”>@import url(ie6.css);</style>
<![endif]–>

<!–[if lt IE 7]>
<style type=”text/css”>@import url(ie5-6.css);</style>
<![endif]–>

<!–[if lte IE 5.5999]>
<style type=”text/css”>@import url(ie55-.css);</style>
<![endif]–>

<!–[if gte IE 5.5]>
<style type=”text/css”>@import url(ie55+.css);</style>
<![endif]–>

</head>
<body>
<!– HTML-Quelltext –>
</body>
</html>

Wie Sie an den Beispielen sehen, können auch Versionsangaben gemacht werden, die der Internet Explorer mit seiner im Windows-System eingetragenen Versionsnummer vergleicht (wenn Sie zum Testen mehrere Browserversionen installiert haben, wird daher immer die Version des Betriebssystems verwendet, sofern die Windows-Registry nicht manipuliert ist).

Die in den conditional comments referenzierten CSS-Dateien werden von folgenden Versionen des Internet Explorer geladen:

[if IE]: alle Versionen (ab 5.0),
[if IE 6]: alle 6er-Versionen,
[if lt IE 7]: alle Version vor 7 (less-than = kleiner als),
[if lte IE 5.5999]: alle Version bis 5.5 (less-than or equal = kleiner oder gleich),
[if gte IE 5.5]: alle Version ab 5.5 (greater-than or equal = größer oder gleich).

In der Praxis ist meist nur eine Unterscheidung zwischen Versionen ab 6 und älteren erforderlich, da der Internet Explorer ab der Version 6 im standardkonformen Modus einige Fehler der Vorgänger nicht mehr macht und insbesondere das vom W3C spezifizierte Seite Box-Modell korrekt anwendet.

Validierung transparenter Iframes im IE (z.B. Facebook “Like Button”)

Der Internetexplorer erkennt in keiner aktuellen Version transparenzen in iframes ohne das man ihm dieses explizit mitteilt. Das dafür notwendige attribut ‘allowtransparency=”true”‘ ist nicht vailde im Sinne der W3C Standards. Um dennoch validen HTML-Code zu erhalten bedient man sich einer auskommentierten IF-Abfrage:

<!–[if !IE]>–><iframe></iframe><!–<![endif]–>
<!–[if IE]><iframe allowtransparency=”true”></iframe><![endif]–>

SEO und JavaScript

JavaScript und Java sind clientseitige Technologien. Bei JavaScript und Java handelt es sich um Skript- bzw. Programmiersprachen, die vom Browser interpretiert und ausgeführt werden. Suchmaschinen ignorieren in der Regel den Code. Zum einen würde die Auswertung eine nennenswerte Rechenbelastung darstellen und zum anderen werden sie oft interaktiv eingesetzt – eine Interaktion findet zwar mit dem Besucher aber nicht mit dem Suchmaschinen-Crawler statt.

Es spricht nichts dagegen JavaScript einzusetzen. Allerdings sollten dabei einige Punkte beachtet werden:

* Alle Seiten, die nur mittels JavaScript erreichbar sind, kwerden von den meisten Suchmaschinen nicht indexiert.
* Inhalte in JavaScript sind für Suchmaschinen nicht sichtbar. So wird ein Text. Stellen Sie Texte direkt in HTML dar.
* Weiterleitungen, die per JavaScript funktionieren, werden von Suchmaschinen nicht erkannt.

Java-Applets werden von Suchmaschinen komplett ignoriert. Zudem ist der Anteil der Nutzer, die diese Inhalte nicht sehen können, höher als bei JavaScript oder Flash. Vor- und Nachteile bei der Nutzung sind deshalb sorgfältig abzuwägen.

SEO und Flash / Actionscript

Derzeit können Suchmaschinen nur wenig der Flash-Inhalte erkennen. Für die Bewertung bleiben nur die HTML-Teile. Falls der gesamte Inhalt als Flash vorliegt, so bleiben für die Bewertung der Seite meist nur noch der Titel die Beschreibung und Offpage-Faktoren.

Suchmaschinen zeigen allerdings Flash-Filme in den Suchresultaten an und geben Ihnen einen PageRank. So findet, indexiert und folgt Google z.B. in Flash-Animationen. Außerdem scheint man daran zu arbeiten Inhalte zu erkennen.

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung spricht nichts gegen den Einsatz von Flash. Allerdings sollten einigen Regeln beachtet werden:

* Erstellen Sie keine kompletten Seiten in Flash.
* Nutzen Sie Flash für Animationen. Stellen Sie Text, der nicht vor Suchmaschinen verborgen werden soll, in HTML dar.
* Falls Sie Flash für die Navigation nutzen, so achten Sie darauf, dass die verwendeten URLs absolute Pfade haben.

Stellen Sie außerdem sicher, dass jede Seite auch ohne Flash erreicht werden kann. Dies können Sie durch eine alternative HTML-Navigation oder durch eine Sitemap gewährleisten.

Die Optimierung ganzer Flashseiten ist prinzipiell möglich bedarf aber einer genauen Analyse und Beratung.

Zu große HTML Seiten

Ab einer bestimmten Größe (normalerweise im Bereich von 100 KB) hören die meisten Suchmaschinen auf, den Inhalt einer Seite zu indizieren. Das bedeutet, dass entweder der Rest der Seite abgeschnitten wird oder die gesamte Seite aus dem Index fliegt.

Eine Aufteilung einer großen Seite in mehrere kleinere Seiten vergrößert die Chance, durch Suchmaschinen gefunden zu werden, und vermindert nebenbei auch noch die Ladezeit und den verursachten Traffic.

Probleme mit dynamischen Inhalten

Suchmaschinen mögen im allgemeinen keine dynamischen Seiten, da sich die meisten dynamischen Seiten häufig ändern.

Wenn du Wert darauf legst, von Suchmaschinen gefunden zu werden, solltest du ? und & in deinen URLs mit mod_rewrite oder durch die Verwendung von statischen Seiten vermeiden.

Meta Suchmaschinen

Meta-Suchmaschinen leiten die Suchanfrage des Benutzers an mehrerer Volltextsuchmaschinen und/oder Webverzeichnisse weiter und präsentieren dem Benutzer die Ergebnisse aller abgefragten Suchmaschinen. Dadurch bekommt man gewöhnlich quantitativ bessere und qualitativ schlechtere Ergebnisse.

Eine schöne Übersicht über Meta-Suchmaschinen gibt es bei at-web.de.

Man beachte, dass Suchmaschinen sowohl technisch als auch auf juristischem Wege verhindern können, von Meta-Suchmaschinen benutzt zu werden.

Manche Meta-Suchmaschinen bereiten die Suchergebnisse auch noch auf, so zum Beispiel die Clustering-Engine Vivísimo. In solchen Fällen kann es sich lohnen, nur eine einzige oder sehr wenige Volltextsuchmaschinen abfragen zu lassen, um eine hohe Qualität der Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig von der Präsentation der verwendeten Meta-Suchmaschine zu profitieren.